Nachtigall im Garten

In unserem Garten brütet die Nachtigall.
Bereits im April hörten wir ein Mänchen singen und rätselten, ob es sich um einen Sprosser oder eine Nachtigall handelt. Die einzelnen Strophen waren ca. 3 Sekunden lang und als das typische düh-düh-düh Crescendo ertönte, wurde klar: Nachtigall. (Der Sprosser singt längere Strophen, nutzt mehr Schnarrlaute und nie das düh-düh-düh.)
Der Gesang ist wirklich laut und lässt sich dennoch schwer orten. Selbst aus nächster Nähe habe ich den Vogel nicht entdeckt. Ich konnte nur einen kurzen Blick erhaschen, wenn er das Gebüsch verließ, um ins nächste Dickicht zu fliegen.

Inzwischen hat sich ein Weibchen zu ihm gesellt, der nächtliche Gesang wurde sofort seltener.
Offenbar brüten die beiden. Wenn eine unserer Katzen sich unter den Büschen in den Schatten legt, werden sie sehr aufgeregt, fliegen heran und „hassen“ mit schneidenden Pfeif- und Knurrlauten.
Mich beachten die Vögel dabei kaum, so konnte ich die beiden endlich sehen und sogar fotografieren.
Den Katzen ist die Frequenz wohl unangenehm, nach einer Weile verlassen sie den Platz. Dann beruhigt sich  das Vogelpaar – und wird wieder unsichtbar.

Die Nachtigall mag den Halbschatten von dichtem Unterholz mit Krautvegetation und Falllaubschicht, gerne in der Nähe eines Gewässers. Dort baut sie in Bodennähe oder knapp darüber ein sehr verstecktes Nest im Unterwuchs. Also Gartenteich anlegen und nicht zu viel aufräumen im Garten 😉

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