Aktuell

Ostern


Dieses Jahr fallen meine Osterbilder eher minimalistisch aus.
Sie konzentrieren sich auf das Symbol des Eis, das äußerst fragil aber auch enorm widerstandsfähig ist.

In diesem Sinne wünche ich allen
eine frohe Osterzeit.

 

 

 

Aus aktuellem Anlass

Die Nachrichten über den katastrophalen Angriffskrieg auf die Ukraine und das Leid der vielen, vielen Menschen machen mich fassungslos und traurig.
Mit den Bildern in diesem Beitrag möchte ich ein kleines Zeichen meiner Solidarität zum Ausdruck bringen. Die Fotos sind in Druckqualität eingestellt, sie dürfen heruntergeladen (rechte Maustaste – Link in einem neuen Tab öffnen – Grafik speichern unter) und unverändert benutzt und verbreitet werden, solange sie zum Wohl der ukrainischen Bevölkerung eingesetzt werden.
Für Layouts, die eine Veränderung erfordern, bitte ich um Kontaktaufnahme.

 

Subjektive Stadtansichten

subjektive Stadtansichten
Januar 2022 Innenstadt Lübeck –
kalt, nass und immer noch Corona.

Urbane Stimmungen interpretiert durch abstrahierende Techniken, z. B.
– mittels gezielter Kamerabewegung
– oder Kombination von Mehrfachbelichtungen in der Kamera mit teilweise langer Verschlusszeit
– oder Überlagerung aus mehreren Bildern vom selben Standpunkt aus, die in der Postproduktion zusammengesetzt wurden.
 
Manchmal reichte auch eine besondere Perspektive oder einfach die Reduktion auf Schwarz-Weiß, um die gefühlte Situation zu verbildlichen.

 

 

 

 

Rummel in Mölln 2021

Impressionen vom Herbstmarkt 2021

Seit 1561 hat der Möllner Herbstmarkt Tradition.
Wegen Corona musste er 2020 zum ersten Mal abgesagt werden.
Trotz Corona fand er 2021 wieder statt – zum 460. Mal – und alle, alle kamen.
Das empfohlene Abstandsgebot von 1,5 m war bereits am späten Nachmittag nicht mehr einzuhalten, das ebenso empfohlene Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Gedränge wurde eher vereinzelt wahrgenommen.

 
Gefühlt war es fast wie füher, nur voller:
Menschengeschiebe, süßes und fettiges Essen, übergroße Plüschtiere, Geschwindigkeit zum Kreischen, Jugendliche am Fahrbahnrand, Lichter, Nebel, Bumsmusik …

 

 

Spatzen-Krakehl

Ab und zu fällt eine gemischte Gruppe von Sperlingen in unseren Garten ein.
Während die einen noch zanken und streiten, haben die anderen erkannt, dass man durch friedliches Teilen durchaus gemeinsam profitieren kann 😉

Für Technikinteressierte – Nikon Z 50 mit Objektiv NIKKOR Z DX 50–250 mm 1:4,5–6,3 VR,
Bildausschnitte, entrauscht und Sättigung angepasst.

Meiner Meinung nach eine unterschätzte kleine Kamera, für die allerdings noch lichtstarke, stabilisierte Dx-Objektive fehlen. Immerhin gibt es dafür inzwischen einige F 1.4 Festbrennweiten von Viltrox.

Fotoprojekt Lankow

7. August 2021 ab 10.00 Uhr – Veranstaltung in Dechow zum geschleiften Dorf Lankow mit Zeitzeugen, die über die Zwangsaussiedlungen sprechen und Kurzfilmen. Nachmittags folgt ein Treffen am Gedenkstein in Lankow, wo ein Lernpfad eingerichtet werden soll. Anmeldung erforderlich im Grenzhus Schlagsdorf unter Telefon 038875/20326 oder per E-Mail an info@grenzhus.de

Zu diesem Anlass (bei dem ich leider nicht persönlich zugegen sein kann) –
Ausstellung des Fotoprojekts  im Gemeinschaftshaus Dechow:

Silhouetten
aus einem geschleiften Dorf

Wo früher Menschen lebten, singt heute der Pirol …

2020 habe ich mich mit einem besonderen Fotoprojekt beschäftigt:
Einstige Bewohner der Wüstung Lankow sollten im heutigen Umfeld ihres damaligen Dorfes als verfremdete Silhouetten wieder auferstehen – allerdings nicht wie dunkle Schatten, sondern hell reflektierend.
 

Im Zuge der Grenzsicherung hatten die DDR-Behörden mehrere Dörfer zwangsumgesiedelt und geschleift. Lankow gehörte dazu. Inzwischen hat sich die Natur zurück geholt, was ihr die Menschen überließen.
Die Figuren auf meinen Bildern stammen aus Fotoalben von ehemals Lankower Familien. Bedingung war, dass die Personen nicht zu erkennen sind. Deshalb wurden nur die reinen Umrisse aus den alten Fotos vergrößert, auf Pappe übertragen und mit Reflexionsstoff bezogen.

Vor Ort habe ich sie unterschiedlich zusammengestellt und mit Blitz fotografiert.
Durch Verfremdung und Überlagerung am Computer habe ich versucht, die unwirkliche Stimmung der Situation hervorzuheben.
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Am 26. September 2020 waren einige der Bilder auf Leinwand beim Klosterverein Rehna zu sehen.
Am 07. August 2021 folgt eine zweite Ausstellung im Gemeinschaftshaus Dechow.

Die verborgene Ästhetik von Müll

Fotoprojekt 2021
Eine Plastiktüte wird vielleicht 30 Minuten genutzt.
Je nach verwendeten Inhaltsstoffen braucht sie aber mehrere hundert Jahre, um sich zu zersetzen und ist dann immer noch als Mikroplastik in der Welt. Der Name täuscht offenbar, unsere Einwegverpackungen gehen viele lange Wege.
In diesem Projekt möchte ich solchen weggeworfenen Objekten in statischen und bewegten Stillleben eine Bühne bieten, als ob es sich um es kostbare Plastiken handelte, was sie ja auch sind, um ihnen so zu entsprechender Wertschätzung zu verhelfen.

Außerdem widme ich mich den darin verpackten Lebensmitteln, die ebenso verschwendet werden, aber deutlich schneller und rückstandsloser in den Naturkreislauf übergehen.
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Ermöglicht wurde das Ganze durch das Künstler-Überbrückungs-Stipendium 2021 des Landes M-V.
2020 entstand durch ein solches Stipendium das: „Fotoprojekt Lankow – Silhouetten aus einem geschleiften Dorf“.

rÜBERBLICK – Kulturaustausch

Mai und Juni stehen dieses Jahr (2021) unter dem Zeichen eines spannenden Projektes des LAFT-MV e.V. in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Freie Szene Saar e.V.
 

Zwei Landesverbände aus ähnlich strukturschwachen Regionen erkunden in gegenseitigem Besuchen die Möglichkeiten der Weiterentwicklung ihrer Verbandsarbeit im Hinblick auf Struktur, Kulturpolitik und Spielorte.

Da die Coronavirus-Pandemie persönliche Zusammenkünfte von größeren Gruppen erschwert, wurden die reisenden Künstlerdelegationen drastisch verkleinert. Performativer Austausch, Diskussionen und Vorträge finden daher zusätzlich hybrid oder digital statt. Dafür habe ich eine umfangreiche Webseite entwickelt, die fortlaufend gefüllt wird:
rÜBERBLICK – Kulturaustausch >>

Die Projektwoche im Saarland fand im Mai statt, der Gegenbesuch in M-V folgte Anfang Juni.
Hier stand ich vor der Herausforderung, das Geschehen sowohl mit Fotos, als auch filmisch zu begleiten.
Die Arbeitsstunden haben sich gelohnt –
das intensive gegenseitige Kennenlernen hat Scheuklappen geöffnet, künstlerische Anregungen geschaffen, Möglichkeiten aufgezeigt –
bei all dem kamen wir uns persönlich näher und die ersten Keime zukünftiger Zusammenarbeit sind bereits gesprossen.

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Vogelfutterhaus

Lockdown bei nasskaltem, trüben Wetter, da könnte man doch am gemütlichen heimischen Arbeitsplatz mal so richtig produktiv sein. Allerdings haben wir nach dem ersten Frost das Vogelfutterhaus im Garten aufgestellt.
Seitdem tobt dort das Leben – und ich bin tagsüber abgelenkt. Ab und zu kommen besondere Gäste vorbei:

Mittelspecht an der Meisenkugel

Mittelspecht an der Meisenkugel

Sperber landet auf dem Futterhaus, hat aber keine Beute gemacht - diesmal

Sperber landet auf dem Futterhaus, hat aber keine Beute gemacht

Für Technikinteressierte – Mittelspecht: Nikon Z7 mit FTZ-Adapter und DX Objektiv AF-P DX 70-300 mm 1:4,5-6,3G ED VR,
Sperber: Nikon Z7 mit FTZ-Adapter und Tamron 90mm 2,8  (beides nicht optimal, war zufällig gerade auf der Kamera)

Kalter Nebel – Stimmung wie kurz nach dem Aufwachen


Anfang des Winters zeigt das Wetter hier oft ein einheitlich dunkles Grau in Grau.

Aber manchmal wabert der kalte Nebel in Schwaden durch die Niederungen,
haucht erstes Eis auf die Gewässer und leichten Raureif auf die Wiesen,
während sich weiter oben tatsächlich die Sonne erahnen lässt.

Dann erscheint die Landschaft seltsam verschleiert, so ähnlich, wie man sich kurz nach dem Aufwachen fühlt.

 

Vorweihnachtszeit 2020

Dieses Jahr ist alles anders: Kontakte beschränkt, Weihnachtsmärkte verboten, keine Adventsfeiern – und kein Theater.
Nur auf die Stockfotografie (was ist Stockfotografie?) scheint Covid-19 wenig Auswirkungen zu haben.
Seit Mitte November werden jede Menge Bildlizenzen für Adventskränze und Ähnliches gekauft. Also fotografiere ich momentan fast hautberuflich alle möglichen Kerzen und Weihnachtsdekorationen.

Spurensuche – Wabi-Sabi

Wabi-Sabi ist ein ästhetisches Konzept mit japanischem Ursprung, das mit dem Zen-Buddhismus verbunden ist.
Es geht grob gesagt um Wertschätzung des Unperfekten und darum, die tieferliegende Schönheit hinter der Fassade zu erkennen.

Wabi steht für das einsame Stille und die Unvollkommenheit – Sabi zeigt die Wirkung der Zeit wie Reife und Patina.
Beide Teile ergänzen sich und drücken Freude an Einfachheit und Wahrhaftigkeit aus, gelöst von materialistischen Obsessionen.

 

Ich maße mir nicht an, dieses Konzept durchdrungen oder auch nur verstanden zu haben.  Aber ich versuche, mich fotografisch anzunähern.

Mmm… Miesmuscheln

Die Monate mit R haben begonnen, die beste Zeit für Miesmuscheln.

Eine liebe Freundin, die zudem leidenschaftlich und kompetent kocht, hat sich bereiterklärt, für ein Fotoshooting frische Muscheln nach zwei verschiedenen Rezepten zuzubereiten.

Gegessen haben wir dann zu viert – ein rundum spannender, genussvoller und lustiger Abend.
Wiederholung mit einem weiteren kulinarischen Highlight steht schon ganz oben auf der Wunschliste.

 

Verschütteter Wein

Aus einem Missgeschick mit einem umgekippten Weinglas ist der Anlass zu einer experimentellen tabletop-Fotoreihe entstanden, worauf ich mich zur Abwechslung rein spielerisch eingelassen habe.
Im Nachhinein fiel mir auf, dass bei den Techniken einzelner Bilder offenbar Inspirationen von Eberhard Schuy eingeflossen sind, Produktfotograf aus Köln, der Objekte oft reduziert und gleichzeitig in ungewohnter Sichtweise darstellt.

Meine Ergebnisse sind lange nicht so clean und perfekt ausgefallen wie seine.
Blickpunkte und Sichtweisen wurden im Laufe der Experimente zunehmend gewagter und wirken manchmal etwas verwirrend, aber gerade das gefällt mir daran.
Statt Photoshop zu bemühen, habe ich die Gläser zum Teil auf und unter einer Glasplatte arrangiert, so dass Schatten und Reflektionen nicht so ganz der üblichen Wahrnehmung entsprechen.
Auf einem Bild wurden einzelne Gläser bei längerer Belichtungszeit auch leicht angeschubst.

 

Figurenbildner Jürgen Maaßen

Seit Jahrzehnten entwickelt und baut Jürgen Maaßen ausdrucksstarke Theaterfiguren von hoher bildhauerischer Qualität für Puppenbühnen, Schauspiel und Film im gesamten deutschsprachigen Raum. Trotz der vielfältigen Stile zeichnen sich seine Kreationen immer durch Einfachheit der Form, Weitenwirkung und Materialgerechtigkeit aus und zeigen zudem eine große Bandbreite mimischer Ausdrucksmöglichkeiten.
„Eine Figur ist eine künstlerisch-technische Einheit, die so leicht wie möglich spielbar sein soll. Es gefällt mir, mit meinen Figuren starke Rollenvorgaben anzubieten, ihnen quasi eine Seele ‘einzubauen’, deren ‘Erweckung’ dann Aufgabe der Puppenspieler ist.”
Von der Marionette bis zur Handpuppe sind so gut wie alle Spieltechniken vertreten, mal geschnitzt aus Holz, aus Hart- und Weichschaum, aus Latex gegossen, kaschiert, modelliert oder auch genäht.

Über das umfangreiche Werk von Jürgen Maaßen soll nun ein längst überfälliges Buch erscheinen.
Dazu müssen Bilder aus ganz Deutschland zusammengetragen und vor allem etliche Figuren neu fotografiert werden.
In seiner Werkstatt in Hamburg und gleichzeitig dem Sitz des Ambrella Figurentheaters haben wir mit dem Fotografieren begonnen.
Ein winziger Teil der Ergebnisse aus diesem Marathonprojekt ist hier zu sehen:
 

Pressefotos für Theater, meist in Aktion und im authentischen Bühnenbild habe ich schon häufiger gemacht, ebenso Tabletop-Stillleben, bei denen man jeden einzelnen Gegenstand und auch das Licht in aller Ruhe arrangieren kann.
In diesem Fall war die Herausforderung, einen praktikaben Spagat zwischen kühler Produktfotografie und dem theatralischen Aspekt zu finden, und außerdem die Bilder in hoher Druckqualität abzuliefern. Die Figuren wurden von Jürgen Maaßen und Heike Klockmeier direkt geführt, von Willi Winter mit Taschenlampe, Reflektor oder Diffusor akzentuiert und die Bewegungen durch drei Blitze eingefroren.